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über die "Freie" Universität Bozen

 

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1. Debatten-Alpencup


Bozen, 8. – 10. Mai 2009

 

 

Programm

 

Freitag, 8. Mai

17.00-19.00 Uhr check in im Social Club F6 der Freien Universität Bozen

19.30 Uhr gemeinsames Abendessen im „Batzenhäusl“; anschließend Spaßdebatte;

 

Samstag, 9. Mai:

09.00-11.00 Uhr 1. Debatten-Vorrunde (C-Gebäude)

11.00-13.00 Uhr 2. Debatten-Vorrunde (C-Gebäude)

13.00 Uhr Mittagessen (Mensa FUB)

14.30-16.30 Uhr 3. Debatten-Vorrunde (C-Gebäude)

17.00-19.30 Uhr geführte Stadtrundfahrt mit dem Fahrrad, mit Weinverkostung

20.30 Uhr gemeinsamer Grillabend bei Vollmond

 

Sonntag, 10. Mai

9.00 Uhr Treffpunkt Waltherplatz

09.15-10.15 Uhr italienisch sprachige Showdebatte

10.30-13.00 Uhr Finaldebatte

13.00 Uhr Prämierung/Siegerehrung des Alpencups und kleines Buffet zum Abschluss

skolast uni.bz | gestern.heute.morgen


dezember '08

 

Noch vor dem erscheinen des neuen Skolasts bringt dieser die Diskussion in Gang. Nachdem Riccardo dello Sbarba auf seinem Blog den vom ihm verfaßten Artikel veröffentlichte gab es eine interessante Reaktion "UniBZ zu frei und unitalienisch?" von Michael Frei auf dessen Seite. Eine kleine Kostprobe:

 

Natürlich meldet sich die inoffizielle Studentenvertretung, die SH.asus auch zu Wort, es wird dazu aufgerufen Beiträge gegen die Universität Bozen für das interne Magazin Skolast zu schreiben, auf diese Ausgabe, die bald erscheinen wird bin ich jetzt schon gespannt. Dieser bekennende linksradikale politische Verein der keineswegs die Interessen aller Süd-Tiroler Hochschüler vertritt, sondern nur die eines kleinen Teils der Studenten, nämlich nur den Teil der Grünen und Linksradikalen Italienfans. Deshalb ist die SH auch an der Freien Universität Bozen so gut wie nicht existent. Die meisten Bozner Studenten belächeln diese Gewerkschaft für Studenten die sich immer wieder durch sinnfreie Akttionen lächerlich macht.

Uni BZ - Skolast





Dolomiten 20/08/08

10 Jahre Uni Bz


10 Jahre Uni Bozen und nur Grund zum Feiern? Alles Glanz und Glamour oder was? sh.asus vs. unibz versucht den Kehricht unter dem sprichwörtlichen Teppich wieder zum Vorschein zu bringen und Südtiroler Unipolitik zum Thema zu machen. Mehr dazu gibt es in diesem Themenbereich.

 

 

Brandneue Bilder, Downloads im Themenbereich, Umfrage & Diskussion im Forum!

UniBz 2057 - Kommentar zur Veranstaltung in der Orangerie


Freitag, 8. Mai 2007 im DesignerInnenbeisl "Orangerie" in der Vintlergasse/Bozen. Es scheint ein entspannter Plauderabend mit Rektorin Franceschini zu werden, die der Einladung von "Kikero" gefolgt ist und ihre Vision der Uni Bozen 2057 zum Besten gibt.


Vorspann: Ein paar sh.asen postieren sich am Eingang der noch leeren Orangerie, um sich mit Wein den Abend zu versüßen. Um die Diskussion präventiv anzuheizen, wollen wir ein paar Flyers (siehe Hauptseite) im Lokal verteilen. Ein blonder Kollege mit germanischem Akzent weist mich im Einzelgespräch auf meine Verfehlung gegen die lokalen Sitten und die bereits erfolgte Entfernung der Flugzettel hin. Danke, nette Begrüßung. Der blonde Herr im Anzug wird am späteren Abend noch nachlegen, doch dazu später.
Der Studierendenvertreter Arnbjörn eröffnet die Veranstaltung und begrüßt die sh.asus recht offiziell, auch wenn wir gar nicht geladen wurden. Anscheinend sind wir doch an der Uni wahrgenommen worden durch unsere freundlichen Plakate.
Frau Franceschini lässt uns an ihren Tagträumen Teil haben: grüne Markisen, 24h-Uni und ein Markenprodukt, das die ganze Welt kennt. Super. Angesichts der Ankündigung und Aufforderung muss ich wohl das Wort ergreifen. Es geht um "die Aktion". Um was es geht weiss leider nur ein kleiner Teil des Publikums, die Flyers wurden ja liebevoll entfernt. Naja, jedenfalls geht es um die Plakate und Kärtchen, die wir an der Uni verteilt haben (21:0 21 corsi di laurea - 0 kritisches denken erlaubt; 2:60 60% studiengebührenanstieg in 2 jahren). Der blonde Kollege rechtfertigt sein Vorgehen gegen unerlaubtes Zettelverteilen. Und im übrigen: Er und alle Studierenden der Uni, die er kennt, seien sehr zufrieden mit der Studiengebühr. Sie bekämen ja auch was dafür. Eigentlich könnte die Gebühr auch höher sein, angesichts der Gegenleistung. Hä? Hab ich richtig gehört? Ich höre noch mal hin und hoffe inbrünstig, dass sich jemand aus dem Publikum zu Wort meldet. Nix da! Ich lasse das auf mir sitzen. Ein Tiefschlag. Aber es bohrt in mir: Seid ihr wirklich alle so? Ich glaube nicht. Ich hoffe nicht. Aber ich höre euch nicht. Das, was ich gesehen und gehört habe, ist wohl die konservativste und reaktionärste Uni, die ich kenne. Und ich kenne doch ein paar. Und das Zettelverbieten muss sich die Orangerie wohl von ihrer Uni abgeschaut haben. Für jeden Zettel ein Stempel, sonst wirds abgehängt.  
Wir wollen für niemanden sprechen. So könnt ihr auch unsere "Aktion" verstehen. Einfach Provokation. Provokation zum Nachdenken, Selberdenken, Andersmachen, Kritik. Und damit basta. Wir wollen für niemanden einen Dutschke für Arme machen.
Kritisches Denken passiere in den Köpfen und sei deshalb erlaubt, meint Franceschini. Huch, soviel Kritik war sogar in der DDR erlaubt. Und außerdem: Die Uni muss Kritik nicht nur erlauben. Sie muss kritisches Denken fördern und Räume dafür bereit stellen.
Leider muss ich jetzt gehn. Nicht angesichts so mancher Grauslichkeit, sondern weils vorher ausgemacht war. Ich höre noch Herrn Prey, der die Kritik und die "Guerrillas" an der Uni lobt. Solange kein Schaden entsteht. Ist ein Imageschaden auch ein Schaden? frage ich mich.

 

Michi

Unibz als "apolitischer Gegenort"? - Reaktion der sh.asus auf "Zwischen Pauken und Party"



Wenn uns Rita Franceschini (und ein Teil ihrer folgsamen Studierendenvertretung) weismachen will, die Rolle und Funktion der Universität sei die eines apolitischen „Gegenortes“ in der kein Platz für (studentische) Politik ist, ist das großer Schweizer Käse.

Eigentlich sollte klar sein, dass alle Prozesse der Vermittlung, Verteilung und Produktion von Wissen per se politisch sind: Wie Lehre und Forschung organisiert werden ist niemals eine bloß technische sondern eine primär politische Entscheidung (mit weit reichenden Konsequenzen), von der die Studierenden und die „Gesellschaft“ größten Teils ausgeschlossen sind. Welche Inhalte werden den Studierenden vermittelt? Welche Schwerpunkte werden in Lehre und Forschung gesetzt? Wie ist das Lernen und Handeln an der Universität reguliert? Soll die Uni ausbilden oder bilden? Ist die Uni hauptsächlich (Ganztags-) Schule oder schafft sie Raum und Zeit für kreatives und kritisches Denken und Handeln? Auch die bedeutende Anhebung der Studiengebühr in den letzten Jahren und die rigide Zugangsregelung sind politische Entscheidungen und eben nicht neutral-betriebswirtschaftliche als welche sie uns die Unileitung gerne darstellt. Die KollegInnen an den Universitäten in Deutschland, Österreich und im restlichen Italien scheinen das angesichts der breiten Protestbewegungen verstanden zu haben. In Bozen scheint dagegen politische Aktivität verpönt zu sein. Im Gegenteil: Der Unileitung ist es gelungen ein für als KundInnen betrachtete Studierende hohes Maß an „corporate identity“ zu produzieren und jede Form von Kritik zu unterdrücken.

Die Denkfabrik


Die Universität in Südtirol, Elitenschmiede und Einbahn-Bildung für den Markt

von Michi Paler, erschienen im Skolast 06/2 ("MonokulturA")

Was hat die Südtiroler Bildungspolitik mit Monokultur zu tun? Was die Universität Bozen mit der Einöde marktkonformer Massenproduktion? Und was geht uns das an? Im folgenden Beitrag wollen wir uns der Kultivierung von qualitativ hochwertigem und markttauglichem Humankapital in heimischer Produktion zuwenden. Zur Zeit im Angebot: Alpha-Männchen - Garantiert einheitliche Qualität, in 3 Sprachen lagernd, praktisch, folgsam, handzahm.

 

Seit nunmehr neun Jahren können wir uns an der - immer noch - niegelnagelneuen Uni Bozen erfreuen. Und wenn sie auch noch so glänzt: Golden ist sie nicht. Schon eher abgekupfert.
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liebe uni


mir ist klar, dass du neu in bozen und brixen bist, dich vielleicht noch nicht so richtig auskennst, alles erst mal auf dich zukommen lässt, um mal zu sehen. einfach nur so schauen was passiert. es ist mir auch klar, dass da schon mal was daneben gehen kann, wenn man was aufbauen will in einem land wo jede/r nur meckert oder schleimt. doch kritischen stimmen, liebe uni, denen bist du stets mit einem leichten schulterzucken aus dem weg gegangen. stolz und arrogant hast du jede beanstandung dankend ignoriert, sie einfach nicht zugelassen. die handschrift des derzeitigen oberlandesmeister ist unschwer zu erkennen.

nur, ganz flügge bist du eben noch nicht. im gegenteil, verdammt grün bist noch hinter den ohren; und das versteckst du gern und gekonnt hinter deiner königsblauen publicity-fassade (manchmal echt das beste an deinem erscheinungbild).

doch wo sind deine inneren werte? wo ist dein herz? wo ist die liebe zu deinen bezahlerInnen, zu den drei sprachen? eigentlich bist du ja eine kleine „gschaftlerin" wie man/frau so sagt, eine die immer recht haben will, weil halt universität draufsteht. was birgst du aber verdammt noch mal in dir?

möchtest du vielleicht nicht inhaltlich was machen, dir ein ansehen aufbauen das nicht nur aus warmer luft besteht? Möchtest du dich nicht konkret mit aktuellen problemen auseinandersetzten? irgandwann nach vier jahren? nimm doch stellung, du als bildungseinrichtung und so. trau dich einfach! klasse idee, oder?

wir erinneren uns nur allzugern an den herbst 2001 als einige studentInnen einer der so vielen südtiroler studentInnenorganisationen ein dreitägiges symposium an der uni_bozen organisieren wollte und um die benutzung der uni-räumlichkeiten anfragten. allmächtiger haben wir damals telefoniert - mit allen möglichen. vom ersten bis zum letzen stock muss das telefon geläutet haben. von dem/der raumpflerIn bis zum kaffeeautomaten haben wir mit allen gesprochen. abgesagt - also die scheußlichste aufgabe an der ganzen sache - hat uns dann der hausmeister. seine lächerliche aus den fingern gezogene absage hat uns damals wenigstens amüsiert, sonst leider gar nichts. dabei hat sich der herr (an dieser stelle möchten wir ihm heute noch unser tief-tiefer-amtiefsten-empfundenes mitgefühl aussprechen) am telefon wirklich bemüht um seinen auftraggebern gerecht zu werden. respekt!

die veranstaltung, die sich mit globalisierungsfragen beschäftigte, hätte aber sowieso nicht so gut in die räumlichkeiten der wirtschaftsfakultät gepasst. warum auch? globalisierung? gibt’s da was zu verdienen? dabei wollten wir eigentlich gerne mit der eher neoliberalgezüchteten studentInnenschaft der uni_bz diskutieren. nur so, ganz auf freundschaftlicher ebene. ehrlich!

die folge war, dass wir dann alle die totale paranoia bekommen haben. tatsächlich glaubten wir, man will uns an der uni_bz nicht....(nicht sehen, nicht hören und nicht einmal fühlen). schade!

blöd aus der wäsche schauten wir dann ein jahr später, als es uniinterne studentInnen nicht besser ergangen ist. bei ihrer globalisierungsveranstaltung in brixen im frühsommer 2002 hast du dich ja sehr unrühmlich benommen! also bitte, das ging damals schon etwas zu weit. du hast deine eigenen studentInnen einfach abgewimmelt, vor die tür gesetzt; einfach so, weil du halt mal dazu lust hattest. oder warum? hattest du noch reserven in deinem ausredenkatalog oder muss man sich aus prinzip gegen den tätigkeitsdrang einiger eigenen leute stellen? das ganze ist dann ja soweit gegangen, dass die engagierte studentInnengruppe samt tagungsteilnehmerInnen bei der veranstaltung - die am aussensitz der universität padua abgehalten wurde - nicht weniger als vier beamte der politischen polizei in zivil gelangweilt herumflanieren sah. super! diese herrschaften waren wohl total fehl am platz (politisch und polizeilich). überall haben sie hineingeschaut, ihre nase hineingesteckt wo sie platz hatte, die leute gemustert... ob da vielleicht irgendwo ein black block war? pfui, pfui, pfui!

vielleicht sind globalisierungs[fang]fragen noch nicht dein ding. keine ahnung, vielleicht sind dir die fragen ja zu un[i]aktuell, zu un[i]interessant, zu un[i]höflich.

und nun zu was anderem, liebe uni, du fette arbeitsbeschaffungsmaßnahmen-maschine. du karrieregeile mutter aller unis. du bocconi st. gallens, du heil aller bildungschwachen und dass sie es auf ewig bleiben.

glaubst du wirklich mit einem career-day oder wie immer deine postenschacherlockveranstaltung heisst, die zukunft deiner studentInnen wesentlich beeinflussen zu können? wird den leuten da nicht nur eine friede-freude-eierkuchenarbeitswelt vorgegaukelt, die es - hättest du nur die globalsierungsveranstaltungen besucht - nicht gibt? du prahlst damit, den studentInnen die arbeitswelt näher zu bringen, ihnen womöglich einen praktikumsplatz zu bescheren, sie für immer und ewig glücklich zu machen. schön, aber eben total scheiße.

warum ist dein rektor gegangen worden? die antwort war und ist eigentlich vollkommen überflüssig, wie sein geschwätz der letzten jahre. „ich bin schon weg" hat er am schluss noch gesagt und dann hat er noch ein letztes mal im grossen hörsaal mit den studentInnen und dem personal gesprochen, ihnen allen „lebet wohl" gesagt. da haben einige vertreter deines studentInnenclubs samt anderen studentInnen nasse augen bekommen. (nein, geweint haben sie nicht!)

leider hast du dabei, liebe uni, keine presse und keine uniexternen menschen in den hörsaal gelassen und die türen hermetisch abgeriegelt. was hat denn da bitte stattgefunden? ha? eine orgie etwa? oder möglicherweise gar nur selbstbefriedigung? na na na...

ok es war selbstbefriedigung! die orgie hat es im schicken hotel laurin doch schon im letzen jahr gegeben. schulterklopfen, hände(martini)schütteln, achselschwitzen und natürlich lächeln bis zum kotzen. zu anständigem preis für anständige leute; leute die perspektiven geben und nehmen in nobler atmosphäre. studentIn trifft professorIn. das leben ist schön!

 

(10/03)

einige com.mili[t]on.innen


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